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Konzept

Verbandsorientierte Arbeit

Die Ziele und die sich daraus ergebenden Aktivitäten der Verkehrswacht wie mehr Sicherheit im Straßenverkehr und Senkung der Unfallzahlen sind nicht unbedingt das, was Jugendliche anspricht und auf Dauer bindet.

Die Verkehrssicherheitsarbeit ist also eher der rote Faden des organisierten Gruppenlebens, anhand dessen sich jugendpflegerische Ziele erreichen lassen.

Die Leitidee der verbandlichen Jugendarbeit, "Mobilitätsverhalten ist Sozialverhalten" ist gleichzeitig auch das Ziel. Mit dieser Idee können alle Gebiete der Verkehrssicherheitsarbeit weiterentwickelt und neubelebt werden.

Eine Unterstützung durch die Ortsverkehrswacht ist Voraussetzung und Teil der Jugendarbeit. Die Jugendlichen können in die Vereinsarbeit herangeführt und eingebunden werden. Durch diese aktive Beteiligung und Übertragung von Verantwortung erwerben Jugendliche vielfältige Kompetenzen, die bei einem späteren Übergang in den Erwachsenenverband bzw. beruflichen Zukunft von unschätzbarem Wert sind.

Ziele der verbandsorientierten Arbeit:

* Kritische Reflexion des eigenen Mobilitätsverhaltens und des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer
* Eigenes soziales Verhalten im Straßenverkehr als Verhaltensmuster übernommen haben
* Bemühen um ein soziales Miteinander in der Verkehrsrealität
* Eigenes Mobilitätsverhalten und Mobilitätsverhalten anderer als umwelt- und lebensverändernden Faktor erkennen
* Wirtschaftliche, politische und individuelle Entscheidungen bezüglich des Mobilitätsverhaltens verstehen, hinterfragen und reflektieren

Inhalte der Jugendarbeit

Bei den Inhalten der Arbeit eines Jugendverkehrsclubs unterscheiden wir zwischen allgemeinen, jugendpflegerischen Inhalten, zwischen mobilitätserziehenden Inhalten sowie Bildungs- und Fortbildungsmaßnahmen.

Egal, in welchem Bereich wir uns bewegen, legen wir großen Wert darauf, die Jugendlichen in die Entscheidung mit einzubeziehen. Die Seminarthemen werden entsprechend entweder während eines Seminares oder der Jugenddelegiertenkonferenz festgelegt. Die Aktivitäten der Jugendverkehrsclubs werden mit den vorhandenen Gruppenmitgliedern abgesprochen.

Jugendpflegerische Inhalte

>> einfache Freizeitaktivitäten:

* gemeinsame Kreis- oder Bewegungsspiele
* Nachmittag / Abend mit Gesellschaftsspielen
* einfache Sportarten, z.B. Ballspiele
* Kreativangebote, z.B. herstellen von Gipsmasken, Serviettentechnik, window colour,...
* gemeinsames Kochen
* Go-Kart fahren
* Treffen "nur" zum Klönen, Musikhören, ...

>> "besondere" Freizeitaktivitäten:

* Wochenend- oder Ferienfreizeiten (nach Altersgruppen getrennt oder alle gemeinsam)
* Radtouren / Wanderungen
* gemeinsame Kinobesuche
* Kegeln / Bowlen
* Besuch von Freizeitparks o.ä.

Mobilitätserzieherische Inhalte

Die Inhalte der Verkehrssicherheitsarbeit sollen als roter Faden durch das Gruppengeschehen führen. Auf gar keinen Fall darf hierbei ein schulischer Charakter entstehen. Es muss jedem noch so engagierten Verkehrswächter bewusst sein, dass pure Verkehrssicherheitsarbeit Jugendliche auf Dauer nicht bindet. Unser Ziel ist es, niemandem mit der "Straßenverkehrsordnung zu erschlagen", sondern getreu unserem Motto "Mobilitätsverhalten ist Sozialverhalten" die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte sollten in diesem Bereich Neigung der Altersgruppe sowie der Art der Verkehrsteilnahme entsprechen.

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